Jede körperliche Krankheit basiert auf einer seelischen Gleichgewichtsstörung, die nur durch Harmonisierung auf geistig-seelischer Ebene behoben werden kann. Das war die Grundannahme, die zur Entwicklung der Bachblütentherapie, durch den britischen Arzt Dr. Edward Bach vor ungefähr siebzig Jahren führte. Essenzen und Anwendung der Bachblüte Bach stellte 38 Essenzen zusammen, denen er disharmonische Seelenzustände zuordnete, die er wiederum in sieben Gruppen unterteilte, nämlich: Niedergeschlagenheit, Angst, fehlendes Interesse an der Gegenwart, Einsamkeit, übertriebene Sorge um Andere, Überempfindlichkeit und Unsicherheit. Die Essenzen sollten bei der Überwindung dieser Gemütszustände helfen und das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele wieder ordnen. Herstellung der Bachblütenessenz Die Blüten bzw. Pflanzenteile legte Bach in Wasser, kochte sie, so dass ihre „Schwingungen“ an das Wasser abgegeben wurden. Aus diesen Urtinkturen wurden anschließend durch starke Verdünnung die Blütenessenzen hergestellt. Die einzelnen Blüten werden heute noch an den ursprünglichen Standorten gesammelt und nach Bach’s Methode verarbeitet. Praktische Beispiele Die Essenz Larch (Lärche) soll sehr empfindlichen Menschen zu mehr Sicherheit verhelfen und Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern) innere Blockaden lösen. Notfalltropfen sind ein Gemisch aus fünf Essenzen für akute Belastungssituationen. So werden diese erfolgreich bei Ängsten, beispielsweise beim Fliegen oder vor Prüfungen, eingesetzt. Weiteren Berichten zufolge werden einzelne Bachblüten oder Mischungen unterstützend zu konventionellen Therapiemethoden herangezogen. Umstrittene Ansichten Die Meinungen zu Bachblüten sind vielfältig. Tatsächlich lässt sich eine positive Wirkung, von der viele Menschen erzählen, nicht wissenschaftlich belegen. Manch einer behauptet, dass man an eine Wirkung glauben müsste. Bachblüten gehören in die Kategorie Placebo. Erfahrungen von erfolgreichen Anwendungen bei Tieren, die ja bekanntlich nichts mit „Glauben“ am Hut haben, sprechen dagegen. Allem zum Trotz: Heilpraktiker, Homöopathen, überzeugte Anwender und Gegner sind sich überwiegend einig, dass Bachblüten nicht schaden. Sie können solange angewendet werden, bis der Betroffene sich besser fühlt. Das Gefühl entscheidet. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass nach der Einnahme der Tropfen nichts passiert. Bildrechte: © Bernd Sterzl / pixelio.de


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