Bild von Bernard ArnaultBernard Arnault (65) schwärmte von Marc Jacobs als dem "symbolträchtigsten Designer der USA".

Der Franzose ist der Chef des Luxusgüterkonzerns LVMH, dessen Tochtergesellschaft das Marc-Jacobs-Label ist. Im vergangenen Jahr trat Marc Jacobs (50) von seiner Position bei Louis Vuitton zurück. Die Medien spekulierten, dass für sein gleichnamiges Label große Veränderungen in Planung seien. Der Designer geht jetzt mit seinem Modeunternehmen an die Börse und verkauft Anteile an die Öffentlichkeit. 2011 ging schon der Designer Michael Kors (54) diesen Weg, der sich offensichtlich bezahlt gemacht hat: Kors ist jetzt Milliardär.

Arnault erklärte, dass er einen ähnlichen Erfolg für Jacobs erwarte: "Marc Jacobs war nicht mal eine 10-Millionen-Dollar-Firma, als wir darin investiert haben. Jetzt macht die Firma eine Milliarde Euro im Jahr an Einnahmen. Es gibt andere Designer, in die wir investierten, die diese Leistung nicht gebracht haben. Vielleicht waren sie nicht so talentiert ? Aber Marc Jacobs ist der symbolträchtigste Designer in den USA", berichtete er gestern auf dem jährlichen Treffen der Aktieninhaber. "Die Börseneinführung könnte bedeuten, dass im Laufe der nächsten fünf bis zehn Jahre eine Firma gleichbedeutend mit einem Drittel des Gruppenwertes wird. Es ist offensichtlich, was das verspricht."

Während des Treffens sprach Arnault viele verschiedene Themen an, unter anderem auch die Zukunftspläne von LVMH. Im Gegensatz zu vielen anderen Modeunternehmen, die in den Internethandel investieren, sieht er hier keinen Vorteil: "Wir werden keine bedeutenden Luxusgüter über das Internet verkaufen. Aber wir können sie dort zeigen und den Wunsch der Leute verstärken, sie zu besitzen. Darum geht es: Die Leute sollen unsere Produkte begehren."

Zu der Aktiengesellschaft LVMH gehören Labels wie Christian Dior, Emilio Pucci und Givenchy. Ihr Chef ist stolz auf seinen Erfolg und erklärt diesen in seiner Strategie, nichts als selbstverständlich zu nehmen: "Man muss sich immer selbst herausfordern. Ich manage eine Firma so, als ob sie immer in einer Krise stecken würde. Wenn man anders arbeitet, dann stürzt man sich selbst ins Chaos. Das heißt, dass ich immer wachsam bin. Wenn man in einer Firma arbeitet, die so erfolgreich ist, muss man der Verlockung widerstehen, selbstzufrieden und selbstgefällig zu werden", erklärte Bernard Arnault seinen Erfolg.

Cover Media

Neuen Kommentar schreiben