Chris Gelinas: Balance zwischen Business und Fashion

Bild von Chris GelinasChris Gelinas träumte immer schon von seinem eigenen Label.

Der gebürtige Kanadier ist einer der zwölf Finalisten des ‚LVMH Young Fashion Designers‘-Wettbewerbs, die aus 1.221 Bewerbern ausgewählt wurden. Nach zwei Kollektionen reflektierte Gelinas nun in einem Interview die Anfänge seiner Karriere und wie viel er seitdem gelernt habe: „Wenn man nichts über das Designen weiß, dann will man nur seine eigene Kollektion haben. Es ist eine naive Interpretation vom Modedesign – ich habe auch immer von einer Marke oder einer Kollektion geträumt, bevor ich überhaupt wusste, was tatsächlich alles zur Modeindustrie gehört“, zitierte ihn ‚fashionista.com‘. Bei seinem ersten Praktikum während seines Business-Studiums konnte er in der Produktionsabteilung einen ersten Überblick über den tatsächlichen Prozess gewinnen. „Da habe ich realisiert, dass hinter dem Designen noch sehr viel mehr steckt, als einen eigenen Laden zu haben und sein Label zu gründen. Also versuchte ich eine Balance zwischen den zwei Welten – Business und Fashion – zu finden, weil ich Wirtschaft studiert habe und mir das rentabler erschien“, erklärte er.

Gewinnt Gelinas den heiß umkämpften Preis, erwartet ihn ein Preisgeld von 300.00 Euro und ein Jahr Coaching. Momentan produziert er all seine Designs in New York und plant auch zukünftig, seine Arbeit im Big Apple fortzuführen. „Ja, das ist eine sehr bewusste Wahl. Inländische Produktion ist sehr wichtig. In den acht Jahren, in denen ich hier bin, habe ich gesehen, wie sehr das geschrumpft ist und ich denke, dass es tolle Initiativen gibt. Ich gehe buchstäblich aus der Tür heraus und kann die Ausführung der Designs begutachten, dafür muss ich nicht erst ein Flugzeug nehmen. Sogar wenn man in Paris arbeitet, produziert man in Italien – in Paris finden nur sehr wenig Produktionen statt, wenn man kein Atelier hat, und das ist sehr teuer“, befand Chris Gelinas.

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