Bild von Francesco RussoFrancesco Russo findet, dass Manolo Blahnik (71) der "König der Schuhe" ist.

Der in Italien geborene Designer launchte vergangenes Jahr seine erste eigene Linie. Zuvor erarbeitete er sich als Haupt- Designer bei dem Luxus-Label Saint Laurent einen guten Ruf. Zu der Zeit hieß das Unternehmen allerdings noch Yves Saint Laurent und stand unter der Führung von Tom Ford (52) und Stefano Pilati. Damals war Russo für die Sandalen mit Kirschen darauf sowie für die Tribute-Plateauschuhe verantwortlich.

Heutzutage hat der Schuhmacher mit seinem eigenen Label weitaus mehr kreativen Spielraum und sieht in dem spanischen Kult-Designer Manolo Blahnik seine Inspirationsquelle. "In der gesamten Welt des Schuh-Designs bewundere ich Manolo Blahnik am meisten. Dieser Mann ist der König der Schuhe. ich habe ihn nie getroffen, aber er ist jemand, an den ich oft denke, weil er in der Lage dazu ist, mit einem Stil zu beeindrucken, der über die Saison und Trends hinausgeht", erklärte er seine Bewunderung gegenüber 'WWD'. So wisse man genau, wenn man eine Kreation des Altmeisters in den Händen halte. "Manolo ist Manolo. Die Art, wie er High Heels formt und die Leisten - er ist ein Meister und jemand, den ich sehr respektiere. Er bleibt sich immer selbst treu. Ich möchte dasselbe machen."

Francesco Russo arbeitet an seinen Werken in der Schweiz, wo seine Basis ist. Er steckt viel Mühe in die Fertigstellung der Kreationen und genießt es, die Verwandlung zu beobachten, die eine Frau durchlebt, wenn sie plötzlich seine High Heels trägt. "Ich verbringe drei Monate damit, um die Schuhe einfach extrem bequem zu machen. Ich glaube, sobald eine Frau sich High Heels anzieht, wird sie zu einer Art Schmetterling", beschrieb er seinen Eindruck. "Ich bin von der Metamorphose im Leben beeindruckt. Wenn [die High Heels] bequem sind, wird sie zu etwas sogar noch Schönerem, Leichten und Femininen."

Dieser Gedanke scheint sich auf einer Tätowierung wieder zu finden, die der Designer auf seinem rechten Arm trägt: einen Schmetterling.

Viele kreative Kollegen sind dafür bekannt, dass sie sich auf verschiedene Bereiche in der Modewelt konzentrieren, doch Russo habe keine Pläne, sein Imperium auszubauen. "Nein, [ich werde nicht auf andere Kategorien ausweichen], weil ich bei Schuhen gut bin. Ich bin ein Schuster. Ich verbringe meine Zeit in der Fabrik. Es kann einschränkend aussehen, aber es bedeutet nicht, dass das meine einzigen Interessen sind", beharrte er und erzählte, was er neben dem Designen für Leidenschaften habe. "Theater, Kunst, Lesen, Freunde und Reisen - das spielt alles in meine Arbeit hinein. So sollte es auch sein. Meine Schuhe sind heute weitaus besser, als sie es vor 20 Jahren waren und das ist aus dem Grund so, dass ich Dinge erlebt habe. Man hört niemals auf zu lernen und neue Wege auszuprobieren, wie man Sachen angehen kann", stellte Francesco Russo fest.

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