Bild von Mimi Fiedler

Mimi Fiedler (42) hat die Nase voll.

Die Darstellerin war jahrelang im 'Tatort' zu sehen und als Ermittlerin beliebt. Doch dann stieg sie aus. Wie sie jetzt zugab, sei ihre Gage ein nicht unwesentlicher Grund für ihren Ausstieg gewesen, denn dem habe ein ganz systematisches, gesellschaftliches Problem zu Grunde gelegen:

"Männliche Kollegen verdienen von Anfang an mehr als wir Frauen. Unter anderem habe ich beim Tatort deswegen gekündigt. In zehn Jahren 200 Euro Gehaltserhöhung pro Tag, dafür aber immer weniger Drehtage ? das war für mich nicht mehr nachvollziehbar."

Mimi ist nicht die einzige, die sich über die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in der Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft beschwert. Jenny Elvers (46) stimmte gegenüber 'BILD' zu: "Es ist ein absolutes Unding, wenn Frauen und Männer für die gleiche Arbeit ungleich bezahlt werden, egal in welcher Branche!" Das sieht auch Mariella Ahrens (49) so: "Leider ist es in allen Berufen so, dass Frauen für dieselbe Arbeit schlechter bezahlt werden."

Die Gründe für einen Unterschied im Gehalt seien aber nicht allein vom Geschlecht abhängig. Dass die Debatte nicht so einfach sei, wie sie dargestellt werde, mahnte Deutschlands Top-Produzent Nico Hofmann (58): "Wie hoch die Gage einer Schauspielerin oder eines Schauspielers ist, ist in meinen Augen keine Frage des Geschlechts, sondern ausschließlich des Marktwertes, der sich nach Qualität, Popularität und Strahlkraft berechnet." Werden sich Männer und Frauen in der Debatte also aufeinander zubewegen?

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