Was zunächst nach Computersoftware klingt, ist ein international anerkanntes Erziehungsprogramm, dass Eltern zu einer guten und liebevollen Beziehung mit ihren Kindern verhelfen soll. Die Anforderungen an Eltern heutzutage sind schon längst nicht mehr mit denen vergangener Generationen zu vergleichen. Ein Kind dabei zu unterstützen, sich optimal zu entfalten, ist nicht nur schön, sondern kann auch eine echte Herausforderung sein. Herkunft und Ziel In den 80er Jahren als Forschungsprojekt an der Universität in Queensland, Australien, ins Leben gerufen, soll der Umgang mit kindlichen Verhaltensauffälligkeiten wie beispielsweise Schlaf- und Essproblemen, Trotz, Gequengel und Aggressionen im Alltag erleichtert werden. Klare Regeln, konsequentes Verhalten, Lob und Aufmerksamkeit Kindern gegenüber klingen erstmal nicht neu, dennoch ist das Echo zu Triple P überwiegend positiv. Wo das Programm punktet Was ist liebevolle Erziehung eigentlich? Die ultimative Methode, ein Kind zu erziehen, gibt es nicht, höchstens Ansätze, anhand derer das eigene Verhalten immer wieder hinterfragt werden kann. Triple P versucht Ursachen für Verhaltensprobleme zu ergründen und bietet adäquate Möglichkeiten damit umzugehen bzw. hilft neue Erziehungsfähigkeiten zu entwickeln. Kindern klare Anweisungen zu erteilen und unerwünschtes Verhalten nicht aus Bequemlichkeit zu belohnen, sind z.B. zwei wichtige Aspekte. Eltern wird ein Arbeitsbuch an die Hand gegeben, das viele Übungen und Hilfestellungen dazu beinhaltet. Die Bedürfnisse der Eltern spielen ebenfalls eine wichtige Rolle im täglichen Miteinander. Schwachstellen des Programms Wie in jedem Konzept gibt es Schwachstellen. Verhalten anzutrainieren und Bestrafung durch den stillen Stuhl, erinnern dann doch etwas an althergebrachte Erziehungsmethoden. Es geht viel um Gehorsam, der so früh wie möglich beigebracht werden soll. Fazit Triple P bietet ambitionierte Ansätze und einen gut strukturierten „Fahrplan“ zur Erziehung eines Kindes. Es versteht sich als präventives Programm, das vor allem in Kursen praxisnah ist und Austausch mit anderen Eltern ermöglicht. An einigen Stellen zu schematisch, lässt es dennoch vor allem die Einzigartigkeit eines jeden Kindes außer acht. Bildrechte: © erysipel / pixelio.de


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