Welche Eltern kennen das nicht? Alle scheinen es besser zu wissen, was man dem eigenen Kind erlauben sollte, wann es schlafen, essen sollte und welche Betreuung passend ist. Da ist der gut gemeinte Ratschlag der Nachbarn, Omas Erziehungsvorstellungen aus vergangenen Zeiten, der Seitenhieb der anderen Mutter und schlussendlich wieder der Zweifel, ob es richtig ist, was man tut. Wie kann man also souverän mit Besserwisserei umgehen? In öffentlichen Verkehrsmitteln Genervte Fahrgäste, die sich am Quengeln eines Kindes stören, kann man zunächst ignorieren; sich bei aufrichtigem Nachfragen allerdings bedanken. Aus einem Bus kann man ja irgendwann aussteigen. Familie zu Besuch Mit der lieben Familie ist das so einfach nicht. „Ich denke der Kleine bekommt zu wenig Schlaf“. Omas wissen es oft besser und heutzutage macht sowieso keiner mehr etwas richtig. Humor hilft an dieser Stelle meist und die Vorstellung, dass eine Großmutterrolle eben eine andere ist. Szenen beim Einkauf Auch an anderer Stelle wird häufig versucht die Autorität der Eltern zu untergraben, wenn auch meist ungewollt. Wenn es eine Abmachung zwischen Eltern und Kind gibt und, jemand versucht ein schlechtes Gewissen mit Aussagen wie: „Der Arme. Ein Stück Schokolade schadet doch nicht. Das ist aber hart“ zu erzeugen, einfach gelassen bleiben und das Gespräch mit dem eigenen Standpunkt beenden. Andere Mütter Besonders andere Mütter machen einem das Leben manchmal schwer. Seit der Schwangerschaft hört man eine Menge Ratschläge, nach denen nie gefragt wurde. Schon in der Krabbelgruppe werden Kinder verglichen und stets Erziehungstipps zum Besten gegeben. Jede Belehrung kann mit den Worten: „Danke für den Tipp - ich werde darüber nachdenken“ kommentiert werden. Wenn das nichts nützt, vom Thema ablenken. Sich in den Standpunkt des Anderen hineinzuversetzen, hilft oft gelassen zu bleiben. Mal ehrlich, welcher Mensch kann schon von sich behaupten, dass er weiß was das Richtige ist, wenn es das überhaupt gibt.


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